Immer wieder erreichen uns Anfragen zu verletzten, geschwächten oder vermeintlich verwaisten Wildtieren. Wir freuen uns sehr über dieses Engagement, denn es zeigt, dass viele Menschen aufmerksam hinschauen und Verantwortung für die Natur übernehmen.
Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir als ehrenamtlich arbeitende NABU-Ortsgruppe weder personell noch fachlich in der Lage sind, die Versorgung und Pflege aller aufgefundenen Wildtiere selbst zu übernehmen. Die Betreuung verletzter oder verwaister Tiere erfordert häufig spezielle Kenntnisse, Genehmigungen, Unterbringungsmöglichkeiten und viel Zeit.
Deshalb bitten wir Sie, sich bei entsprechenden Funden möglichst direkt an die dafür spezialisierten Wildtierstationen, Auffangstationen oder Pflegestellen zu wenden.
Eine große Hilfe ist dabei die kostenlose App „WildtierSOS“. Sie unterstützt dabei, die Situation richtig einzuschätzen und vermittelt je nach Tierart, Fundort und Problemstellung die passenden Ansprechpartner in Ihrer Nähe.
Die App wird nachfolgend beschrieben und hilft unter anderem bei Fragen wie:
Wenn Sie sich zunächst über die App informieren und die dort genannten Ansprechpartner kontaktieren, entlastet das unsere ehrenamtliche Arbeit erheblich und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Tiere möglichst schnell die richtige Hilfe erhalten.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihren Einsatz für unsere heimische Tierwelt!
Immer wieder entdecken Menschen beim Spaziergang ein scheinbar hilfloses Wildtier – ein Jungvogel am Boden, ein Igel im Garten oder ein verletztes Tier am Straßenrand. Oft ist unklar: Braucht das Tier wirklich Hilfe? Und wenn ja, was ist jetzt richtig zu tun?
Genau hier setzt die neue App „Wildtier-SOS“ an. Sie wurde von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover entwickelt und wird unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt. Ziel ist es, Menschen schnell und verständlich zu informieren und gleichzeitig Wildtiere vor gut gemeinten, aber falschen Hilfsversuchen zu schützen.
Die App führt Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch eine kurze Entscheidungsabfrage. Anhand gezielter Fragen wird eingeschätzt, ob ein Tier tatsächlich Hilfe benötigt oder ob es besser ist, es in Ruhe zu lassen. Daraus entstehen konkrete Handlungsempfehlungen für die jeweilige Situation.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Suche nach geeigneten Anlaufstellen. Über eine interaktive Karte können beispielsweise Wildtierstationen, Tierarztpraxen oder andere fachkundige Einrichtungen in der Nähe gefunden werden. So können Finderinnen und Finder schnell die richtige Unterstützung kontaktieren.
Die App verfolgt mehrere Ziele:
Die Nutzung der App ist kostenlos.
Weitere Informationen und Download: https://wildtier-sos.de/
Gerade in der Zeit der Jungtieraufzucht im Frühjahr werden viele Wildtiere vorschnell eingesammelt, obwohl sie keine Hilfe benötigen. Eine schnelle Orientierung wie sie die App bietet, kann helfen, Wildtiere besser zu schützen und unnötigen Stress für die Tiere zu vermeiden.