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17. Bericht
Zeitraum bis 13.03.2010
Seit Freitag sind vier Rückepferde und ihre Führer auf der Trainierbahn im Einsatz. Es ist beeindruckend diesen imposanten Tieren bei der Arbeit zuzusehen und das alles mit dem Hintergrund, dass der Boden und die Bestände dieser Waldteile vor dem Harvester und dem Forwarder bewahrt wurden. Deutlich kann man sehen, dass die Leistung und Geschwindigkeit dieser vier Rückegespanne der Leistung eines Forwarders in nichts nachstehen. Gesagt werden muss aber auch, dass auf den Forwarder nicht ganz hätte verzichtet werden können, da er trotz Pferdegespanne das vorgerückte Holz zu den Holzpoltern transportiert. Die wirtschaftlichste und üblichste Kombination zwischen Pferd und Maschine bleibt aber die auf der Trainierbahn angewendete. Die vier Rückegespanne kommen aus der Uckermark und rücken dort schon seit Jahren Holz für die Landesforsten und auch einigen Privatwaldbesitzern.
An der Hönower Chaussee sollen nun angeblich auf 10m Breite zur Straße hin komplett alle Bäume entnommen werden und nicht mehr nur 5m, um die Verkehrssicherungspflicht zu wahren - eine sehr fragwürdige Entscheidung. Eine Breite von 5m ist ja schon ein extremer Schritt, bei 10m wird es an einigen Stellen (Anfang und Ende) keine Bäume mehr geben. Das käme einem Kahlschlag gleich und wäre laut Landeswaldgesetz nur mit einer Sondergenehmigung zulässig. Wir werden gegen diese geplante Maßnahme Einspruch bei der UNB erheben und haben auch darüber den Bürgermeister und die Gemeindevertreter informiert und sie gebeten, Gleiches zu tun.
18. Bericht
Zeitraum bis 18.03.2010
Besonders ärgerlich fand ich, dass das Holz aus den älteren Eichenbeständen noch immer nicht komplett heraus gerückt wurde und somit keine Ruhe in diese Bestände einkehren kann, was auch schon von vielen Neuenhagenern angemahnt wurde. Eine Ruhe, die jetzt gerade die Vögel benötigen, da für sie Paarungs- und Brutzeit beginnt und auch schon im vollem Gange ist. Ich appelliere deshalb an die Verantwortlichen, im Sinne der Natur, dort endlich die Durchforstungsarbeiten schnellst möglich abzuschließen.
Gestern fand ein Termin zwischen der UNB und der Lafos statt. Thema der Waldstreifen an der Hönower Chaussee, leider konnte ich nicht mit an diesem Termin teilnehmen, dafür hörte ich aber, dies taten 24 Neuenhagener stellvertretend für den Schutz der Natur. Soweit ich erfahren habe, haben sie viel erreicht, so dürfen nun nicht auf einer Breite zwischen 5-10 m alle Bäume am Rand der Straße entnommen werden, sondern es müssen vereinzelt welche stehen bleiben. Wenn ich die neu grün markierten Bäume richtig deute, so sind es jetzt diese die entnommen werden sollen. Die UNB wird wohl noch einmal kommen, um dies zu kontrollieren. Dank noch mal an alle, die daran mitgewirkt haben, Dank auch an den Bürgermeister, der diesen Termin mit in die Wege geleitet hat.
19. Bericht
Zeitraum bis 24.03.2010
Es ist jetzt deutlich zu sehen, dass nun wesentlich weniger Bäume an der Hönower Chaussee entnommen werden dürfen, als dies von der Lafos geplant war. Es darf kein Totholz entnommen werden, was nicht die Verkehrsicherungspflicht beeinträchtigt, in diesem Falle überwiegend liegendes Totholz oder gebrochene Bäume, die nicht mehr bis an den Straßenrand reichen würden.
20. Bericht
Zeitraum bis 03.04.2010
Positiv zu erwähnen ist, dass der Harvester bei der Durchforstung den durch die Roteichen verlaufenden Hauptweg erstens wieder frei gemacht hat und zweitens nicht neue Barrikaden errichtet. Schade, dass so nicht alle Wege behandelt worden sind. Der Forwarder hat auch wieder seine Arbeit aufgenommen und rückt nun weiter Holz aus den Beständen auf der Trainierbahn.
21. Bericht
11.03.2010
Der Harvester hat mit der Durchforstung in dem Bestand an der Hönower Chaussee begonnen.
Die Durchforstung geht nun langsam ihrem Ende entgegen, nach bald 4 Monaten. Was die Zukunft dieser Trainierbahn, ihrer Freiflächen, den Wäldern und Äckern angeht, so wird noch mindestens 5 Jahre lang die Ungewissheit vorherrschen, eben so lange wie noch die Vorkaufsoption von Herrn Schönigh (Rennbahn Hoppegarten GmbH) besteht. Dieser hat bisher noch keine klare Aussage zu seinen Absichten, bei einem eventuellen Kauf, getroffen. Wir hoffen, dass er dies nicht erst in 5 Jahren tun wird.
Bestand an der Hönower Chaussee
13.04.2010
Heute bin ich von mehreren Bürgern aus Neuenhagen darüber informiert worden, wie arg der Bestand an der Hönowerchaussee durchforstet wird. Um mich selbst davon zu überzeugen, bin ich Abends zur Trainierbahn gefahren. Ich musste leider feststellen, man hatte recht. So wurde die Rückegasse sehr dicht an die Straße gelegt und noch dazu wurden drei Stellen zur Straße hin komplett gerodet, um sie als Holzlagerplatz zu benutzen. Ich werde morgen früh Herrn Trakat (UNB) anrufen, um zu erfahren ob diese unsägliche Verfahrensweise mit ihm abgestimmt worden ist. Der Nabu hatte ja schon lange davor gewarnt, dass so etwas passieren könnte, wenn man den Harvester zur Durchforstung in diesem Gebiet zu läßt. Der letzte Bekannte Stand, über die Entscheidung der UNB, ließ die Hoffnung aufkeimen, dass dieser Bestand schonend durchforstet werden würde. Eine Hoffnung die in nur zwei Tagen komplett zerstört worden ist. Diese unsensible Behandlung von Gemeingut, Zerstörung des Landschaftsbildes und Minderung von Erholungsfunktionen von Wäldern, kann nur auf äußerste verurteilt werden.
22. Bericht
Zeitraum bis 14.03.2010
Heute fand eine Begehung der Flächen der Trainierbahn zwischen der UNB, GNGmbH und der Lafos statt, zu der auch ich als Vertreter des Nabu Neuenhagen eingeladen worden bin. Diese Begehung diente dem Zweck, noch einmal alle durchforsteten Waldbestände zu besichtigen und zu überprüfen, ob die Auflagen der UNB eingehalten wurden. Auch der Nabu bekam die Gelegenheit seine naturschutzfachliche Meinung mit einzubringen und auch bei Vorhandensein, kritische wie auch positive Anmerkungen über die Durchführung der Durchforstung zu machen. Forstwirtschaftliche Methoden waren dabei kein Thema, welche Methoden der Waldbesitzer an wendet und wie er sie an wendet, ist ihm vorbehalten und so konnten wir auch nur bedingt darauf Einfluss nehmen. Auch wenn es für viele nicht so aussieht, so wage ich doch zu behaupten, dass wir so einige Erfolge erzielen konnten. Wenn wir uns auch gewünscht hätten noch mehr unserer Forderungen durchsetzen zu können. Die Durchforstung ist noch nicht abgeschlossen, doch aber ist nun ein Ende abzusehen. Es wurde mir mitgeteilt, dass bis Mitte Mai, so sollte es keine weiteren technischen Probleme geben, die Arbeiten im Wald beendet sind, dazu sollte auch die Holzabfuhr zählen. Die Wege werden dann wieder hergerichtet und auf den Freiflächen liegendes Kronenholz beseitigt (Forderung der UNB). Der Harvester wird morgen seine Arbeit beenden, in dem Bestand an der Hönower Chaussee werden noch Bäume durch Waldarbeiter gefällt und per Seilschlepper aus dem Waldbestand gezogen. Der Forwarder wird dort das Holz rücken und am Straßenrand poltern. Diese von uns kritisch beurteilten Polterplätze wurden mit Genehmigung der UNB angelegt, mit der Begründung, dass dies schonender für die Bahnen und Freiflächen der Trainierbahn sei. Wir sind noch immer der Meinung, dass man dies auch anders hätte regeln können. Aufgrund der Tatsache, dass man uns von diesen geplanten Polterplätzen an der Straße nicht informiert hat, konnten wir auch kein Veto gegen diese Planung einlegen und wurden davon förmlich überrascht. Wir können nur hoffen, dass eine üppige Naturverjüngung diese Löcher schnell wieder schließen wird. In Bezug auf die noch in den Beständen verbliebenen Mengen an Restholz (Kronen, Stammstücke), plant die GNGmbH dieses an Brennholzwerber gegen Bezahlung abzugeben. Der Kompostierplatz wird nun endlich ganz geschlossen und soll in näherer Zukunft wieder als freier Platz, der dem Wald überlassen wird, hergerichtet werden. Wir vom Nabu haben diesen Platz schon lange bemängelt. Von solch einem Platz geht immer die Gefahr aus, dass daraus wieder ein Restmüllplatz wird. Wer schon lange in Neuenhagen lebt, wird sich noch gut an die beiden wilden Müllkippen im Wald erinnern können. Ich werde noch bis zum endgültigen Abschluss weiterhin berichten und das Geschehen beobachten.
04.05.2010
Die Durchforstung ist noch immer nicht endgültig abgeschlossen worden. Ich meine die noch immer nicht aus den Beständen gerückten Baumstämme (Roteichenbestand) und die scheinbar noch nicht abgeschlossene Durchforstung in dem Bestand an der Hönower Chaussee, in dem erneut Bäume gefällt wurden. Auch existieren noch rot markierte Bäume an der Sandbahn, wo ich mir noch unschlüssig bin ob sie noch gefällt werden. Bis auf diese mit einem Fragezeichen versehenen Bereiche, ist die Durchforstung abgeschlossen. Negativ ist mir aufgefallen, dass durch unachtsame Holzrückung die Absperrung am kleinen Wasserbecken (direkt neben dem Herrmannpfuhl) beschädigt worden ist. Der Umstand an sich, dass dort Holz gelagert worden ist, ist sehr ärgerlich, zum einen, da man so ein wichtiges Biotop für Tier und auch Mensch beeinträchtigt hat, zum anderen hat man eine unüberwindliche Barriere geschaffen, die den Amphibien den Zugang zum Pfuhl erschwert. Ich möchte mich nun noch einmal bei allen Bedanken, die den NABU in seiner Arbeit auf der Trainierbahn in den letzten 5 Monaten unterstützt haben. Ohne Ihre Hilfe, hätten wir, hätte ich nur einen Bruchteil von dem erreicht, was wir erreicht haben, auch wenn wir nicht alles erreicht haben, was wir uns zum Ziele gesetzt hatten. Dank auch an die Gemeinde Neuenhagen für ihre Unterstützung und rasche Hilfe.
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